| Startseite Meldungen Termine Unsere Arbeit Vorstand Fraktion Ihre Vertreter überörtlich Unsere Anträge Blickpunkt Kommunalwahl 2009 Links Kontakt/ Impressum |
![]() |
|
|
Über Haushalt 2010 von Kaltenengers
ist keiner glücklich - Zusammenarbeit von Rat, Verwaltung
und Bürgerschaft gefordert - Nicht
gerade glücklich zeigte sich Bürgermeister Jürgen Karbach, als er dem
Gemeinderat den Haushalt für 2010 vorlegte. Gleich zu Beginn seiner
ausführlichen und detaillierten Erläuterungen zum diesjährigen Gemeinde-Etat
musste er feststellen, dass die
laufenden Ausgaben der Verwaltungstätigkeit bedauerlicherweise nicht mit den
laufenden Einnahmen gedeckt sind. Hauptursachen hierfür sind der Rückgang beim
Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und bei der Schlüsselzuweisungen A, der
Jahresfehlbedarf aus 2009 sowie Ausgaben für (eigentlich investive )
Baumaßnahmen, die der laufenden Unterhaltung zugerechnet werden müssen
(Sanierung Jakob-Reif-Halle, Brandschutzmaßnahmen in der Pater-Wald-Schule). Bei einem
Gesamtbetrag der zu erwartenden Einzahlungen und Auszahlungen von in Höhe von
2.405.030 € weist der Finanzhaushalt einen Jahressaldo von 282.700 € aus. Hinzu
kommt ein Saldo aus Investitionstätigkeit in Höhe von 456.620 €, so dass insgesamt ein Finanzmittelfehlbedarf
von 739.320 € zu Buche steht. Für die nicht gedeckten Investitionen ist eine
Kreditermächtigung in Höhe von 456.620 € vorgesehen. „Die
Investitionstätigkeit der Gemeinde beläuft sich auf 838.930 €; dies ist eine
beachtliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr von über 50 %“, führte Jürgen
Karbach weiter aus, und nannte hierbei als größte Projekte die Erweiterung des
Kindergartens, die Umgestaltungsmaßnahmen in der Jakob-Reif-Halle, den Kauf
eines neuen Kommunalschleppers für die Gemeindearbeiter und die weiteren
Gestaltungsmaßnahmen auf dem Friedhof. Er kündigte
an, in konsequenter Fortsetzung der bisherigen Bemühungen, alle Kosten auf den
Prüfstand zu stellen, unter anderem durch die Erstellung von Energiekonzepten,
von denen das erste seit wenigen Tagen vorliegt. „Gleichzeitig“, so Jürgen
Karbach weiter, „werden neue Einnahmemöglichkeiten zu erschließen sein“. All dies darf jedoch nicht dazu führen, dass
ein ausreichendes Maß an Wohnqualität unserer Gemeinde vernachlässigt wird.
Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen müssen konzeptionell und mit
Augenmaß angegangen werden. Dabei ist gleichzeitig immer die Frage nach der
Steigerung der Energie-Effizienz und der Reduzierung von Emissionen zu
stellen“. „Verschiedene
Investitionen werden erforderlich sein, um künftig Energiekosten einzusparen.
Dabei ist anzustreben, dass die Amortisationsdauer im kurz- bzw. mittelfristigen
Bereich liegt“. Bei den Energieeinsparungsmaßnahmen haben wir“, so
Bürgermeister Jürgen Karbach abschließend,“ über der finanziellen Komponente
auch die ökologische Verpflichtung im Auge zu halten“. Zu Beginn
der ausführlichen Stellungnahme CDU-Fraktion bezeichnete deren Sprecher Robert
Castor den Haushalt 2010 für Kaltenengerser Verhältnisse in der Tat als
außergewöhnlich, insbesondere der Umfang des Etats selbst, die Höhe des
Jahresfehlbetrages der Investitionen sowie der damit verbundenen notwendigen
schulen, aber auch die negative Entwicklung der Einnahmen. „Aber die
Gemeindeverwaltung ist auf dem richtigen Weg“ so Robert Castor, und wies dabei auch auf die umfangreichen
Bemühungen der Gemeindeverwaltung hin, bei jeder sich bietenden Gelegenheit
kostensenkend einzugreifen. Als Beispiel nannte er die geschickt geführten
Verhandlungen im Zuge der Bauarbeiten in der Rheinuferstraße, die für die
Gemeinde kostenfreien Energie-Gutachten über die gemeindlichen Objekte und die
Vertragsänderungen im Telekommunikationsbereich. „Bei allen
strukturellen Schwierigkeiten des Haushalts spricht sich die CDU-Fraktion
nachdrücklich dafür aus, wichtige freiwillige Leistungen der Gemeinde aufrecht
zu erhalten“, so Robert Castor weiter. Hierbei richtete er den Blick auf
die Unterstützung der Vereinsarbeit,
hierbei insbesondere der Jugend- und Seniorenarbeit und die Förderung von
Kultur und Brauchtum. Des Weiteren führte er die Förderung der Arbeit des First
Responders an sowie Kostentragung der Gemeinde für die wichtigen Einrichtungen
Betreuende Grundschule und Jugend-Präventionsarbeit. Zum Bereich
Investitionen stellte der CDU-Fraktionssprecher die Projekte
Kindergartenerweiterung und Friedhofsgestaltung in den Vordergrund. Dabei wies
er darauf hin, dass sich für die CDU frühzeitig (Herbst 2008) für die
Realisierung des Kindergartenanspruches unmittelbar in Kaltenengers festgelegt
hatte. „Auch haben wir uns stets für die Fortsetzung der Trägerschaft durch die
KiTa gGmbH ausgesprochen. Neben der vorrangigen Feststellung einer
jahrzehntelang bewährten Führung der Einrichtung wird unsere Haltung auch durch
die Betrachtung der Kosten bestätigt, die im Falle der Übernahme als
gemeindliche Einrichtung entstehen würden. Wir stehen nach wie vor voll hinter
dem Projekt“, betonte Robert Castor nachdrücklich. „Die bisher
sehr gelungene und anerkannte Umgestaltung des Friedhofes (einschließlich des
Vorplatzes) wird in diesem Jahr Zug um Zug fortgesetzt. Wir bedanken uns bei
der Gemeindeverwaltung, dass sie durch großes Verhandlungsgeschick bei der
Aufsichts-und Dienstleistungsdirektion eine Bezuschussung des Landes erreicht
hat, die der Gemeinde mehrere 10.000 € Kosten erspart“, so Robert Castor
weiter. Rückblickend
auf die Investitionstätigkeit der Gemeinde in den letzten Jahren stellte er
fest, dass alle Investitionen zukunftsorientiert und konzeptionell aufeinander
abgestellt waren und der Steigerung der Lebensqualität und des Wohnwertes
unserer Gemeinde dienten. „Es waren Projektierungen für spätere Generationen,
also Politik über den Tag hinaus. So konnte auch die jeweils einhelligen
Zustimmungen des Gemeinderates und der Anerkennung in der Bevölkerung nicht
verwundern“ so der CDU-Fraktionssprecher weiter. Zum
Abschluss seiner Ausführungen bedankte er sich bei der Gemeindeverwaltung,
insbesondere bei Bürgermeister Jürgen Karbach, dass durch die Kombination von
Fachkompetenz, Verhandlungsgeschick und Hartnäckigkeit weit mehr als 100.000 €
der Gemeinde zu Gute gekommen sind. „Die
bisherige überzeugende und anerkennenswerte Arbeit der neuen Gemeindeverwaltung
verdient die fortgesetzte Unterstützung aller Kräfte im Gemeinderat und in den
Ausschüssen. Kaltenengers ist weiterhin auf einem guten Weg. Die Geschicke der
Gemeinde liegen offensichtlich weiterhin in guten Händen. Dies drückt letztlich
auch der Haushalt 2010 aus“, so Robert Castor zum Abschluss. Nach
ebenfalls durchgehenden positiven Stellungnahmen der beiden übrigen Fraktionen
stimmte erfreulicherweise der gesamte Gemeinderat, bei einer Stimmenenthaltung,
dem Etat 2010 zu.
|
||